Die Schlacht von Soltau

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Diese letzte große Ritterschlacht fand am 28. Juni 1519, auf der "Soltauer Heide", statt. Zu dieser Zeit etablierten sich bereits die Arkebusiere und die erste Artillerie auf den Schlachtfeldern. Die "Schlacht bei Soltau", oder auch "Die Schlacht im Wieheholz", war der militärische Höhepunkt der Hildesheimer Stiftsfehde. Diese Fehde war Konflikt zwischen dem Hochstift Hildesheim und den welfischen Fürstentümern Braunschweig-Wolfenbüttel und Calenberg. Mit dem Quedlinburger Rezess im Jahre 1523 wurde die Auseinandersetzung beendet.
Heinrich der II, der Jüngere
Heinrich der II, der Jüngere (1489-1568)

Die Braunschweig-Calenbergsche Koalition bestand aus Heinrich II. von Braunschweig-Wolfenbüttel und Erich I. von Calenberg.
Herzog Heinrich der Mittlere von Lüneburg und der Hildesheimer Fürstbischof Johann IV. bildeten die Lüneburgisch-Hildesheimische Koalition.

Das Braunschweiger Heer plünderte und brandschatzte zahlreiche Dörfer, ihre Beute wollten sie auf mehr als 1000 Wagen zum neutralen Stift Verden in Sicherheit bringen. Aus östwärtiger Richtung von Munster kommend, nahmen sie bei Emmingen den Umweg nördlich an Soltau vorbei über Töpingen, Bispingen, Surbostel und Langeloh. Dort trafen sie auf das Lüneburger Heer. Noch bevor die Braunschweiger sich formiert hatten, griffen die Lüneburger mit ihrer 2.000 Mann starken Reiterei am Mittag des 28. Juni den zahlenmäßig dreifach überlegenen Feind an. Sie erstachen die Geschützmannschaften und richteten unter den Braunschweiger Landsknechten ein furchtbares Blutbad an. 3.500 Braunschweiger kamen dabei um, während die Lüneburger nur ca. 200 Mann und zahlreiche Pferde verloren.

"Das Drepen und slan hen und her werde kume twe Stunde, dat Brunswigische Lager was geschoret, up de Flucht geslagen und von ander gebracht",

so berichtet ein Zeitgenosse. Die Sieger erbeuteten 24 Geschütze, 8.000 Pferde und 16.000 Goldgulden. Der unterlegene Heerführer, Erich von Calenberg, wurde gefangengenommen und nach Soltau gebracht, wo er im Hause des Amtsvogts Thielemann inhaftiert wurde. Als er sah, wie seine Fahne im Siegeszug des Lüneburger Herzogs vorbeigetragen wurde, "ist er weinend geworden, dass er die Tränen von sich geworfen", sagt der Chronist. Drei Tage lagerten die Sieger in Soltau vor dem Walsroder Tore und zogen, alter Sitte gemäß, täglich aufs Schlachtfeld am Wieheholz, um sich zu stellen, falls die Geschlagenen Vergeltung üben wollten.





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