Vom Leben und Alltag der Ritter

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Der Sohn eines Ritters erhielt vom sogenannten Schirmmeister seine Ausbildung im Gebrauch der Waffen. Solange er noch nicht zu Ritter ernannt wurde, bezeichnete man den Jungen als Edelknecht. Er durfte ein Schwert führen und in die Schlacht ziehen. Nicht selten konnte nur der älteste Sohn einer Familie den Ritterstand erhalten, seine jüngeren Brüder mussten Edelknechte bleiben, denn viele Ritter konnten die finanziellen Mittel für eine standesgemäße Lebensführung nicht aufbringen.

Zentrales Ereignis im Leben der Ritter war neben dem Krieg, das Turnier. Es entstand aus den kämpferischen Übungen und entwickelte sich zum ritterlichen Wettkampf und damit zum Höhepunkt adliger Kultur. Turniere waren schon bald Volksfeste die zahlreiche Schaulustige anzogen. Geladene Gäste durften sich hier von den Fähigkeiten der Ritter überzeugen und ihre Favoriten feiern. Die "High Society" traf sich hier zum festlichen Beisammensein. Aus dem Training mit bestimmten Waffen bildeten sich verschiedene Turnierarten heraus.

Um der Dame seines Herzens seine Verehrung auszudrücken, bediente sich der Ritter des Minnesangs, einer ritualisierten Form der gesungenen Liebeslyrik. Diese Gesangskunst wurde auch als Wettstreit neben dem ritterlichen Turnieren angesehen.





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