Die Rüstung der Ritter

(under construction)

Im Frühmittelalter war das Kettenhemd die bevorzugte Schutzausrüstung der Adligen und höhergestellten Krieger. Vor dem Stich einer Lanze oder dem Bolzen einer Armbrust bot die Kettenrüstung jedoch keinen ausreichenden Schutz. Im 13. Jahrhundert entwickelte sich allmählich die Plattenrüstung bis zum Vollharnisch. Die typische Ritterrüstung als kompletter Körperschutz tauchte erst im späten 14. Jahrhundert auf. Oft wird behauptet, man könne in so einer Rüstung weder alleine auf ein Pferd steigen, noch bei einem Sturz ohne Hilfe Aufstehen. Das stimmt so nicht. Ein Ritter war in der Regel gut durchtrainiert und die Rüstung war beweglich genug um darin alle Bewegungen auszuführen.

Man unterscheidet heute folgende mittelalterliche Rüstungen:

Berühmte Werkstätten der Plattner entstanden z.B. in Nürnberg, Augsburg und Landshut. Hervorragende Werkstätten gab es auch in Norditalien, dort besonders in Mailand.

Um die Rüstung auch gegen Musketenbeschuss sicher zu machen, fertigte man im Spätmittelalter immer stärkere Plattenrüstungen an. Wirklich effektiv waren die von englischen Rüstungsschmieden erfundenen dreilagigen Brustpanzer. Experimente mit authentischen Nachbauten ergaben, dass die drei Lagen Rüstungsstahl tatsächlich einem Beschuss mit einer Muskete oder einer schweren Armbrust wiederstehen können.

Auch für Pferde und sogar Kriegshunde wurden Rüstungen oder rüstungsähnliche Teile angefertigt. Für Pferde meist eine sogenannte Rossstirn, ein Helm, der auch die Sicht stark einschränkte, was ein Scheuen in der Schlacht vermeiden sollte.



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