iner der bedeutensten Ritterorden aus der Zeit der Kreuzzüge ist der Deutsche Orden, auch Deutschherren- oder Deutschritterorden genannt.
Die Ursprünge des Deutschen Ordens gehen zurück auf ein Feldhospital das bei der Belagerung Akkons im Jahre 1190 von Kaufleuten aus Bremen und Lübeck errichtet wurde.
Das Erkennungszeichen der Deutschritter war das schwarze Kreuz auf weißem Grund.
Neben den Templer-Orden und den Orden der Johannitern war der Deutschritter-Orden der Dritte der großen Kreuzritterorden.
Schon im frühen 13. Jahrhundert verlagerte sich die Aktivitäten des Ordens vom Heiligen Land ins Baltikum.
Im Frühjahr 1231 überquerte Ordensritter mit 1000 Kriegsknechten die Weichsel und errichteten die ersten Wehranlagen.
Im Jahre 1237 vereinigte er sich mit dem Schwertbrüderorden in Livland.
Zwischen 1308 und 1402 erwarb der Orden Pomerellen mit Danzig, Estland, Gotland und Neumark und erreichte damit seine größte Ausdehnung.
Der Ordensstaat wurde im Ostseeraum zu einer einflussreichen Wirtschaftsmacht. Seine bedeutensten Städte, z.B. Danzig, Thorn und Königsberg gehörten der Hanse an. Die mächtige Marienburg war von 1309 bis 1454 Sitz der Hochmeister des Deutschen Ordens im ostpreußischen Ordensstaat. Sie liegt etwa 60 km südöstlich von Danzig an der Nogat, in der polnischen Stadt Malbork.
